Dreidimensional und in die Tiefe

Willkommen in der Stadtbibliothek: Direktorin xxx Vogt begrüßt die KJV-Gruppe. Foto: Corinna Blümel
Willkommen in der Stadtbibliothek: Direktorin Hannelore Vogt begrüßt die KJV-Gruppe. Foto: Corinna Blümel

Wer beim Stichwort Bibliothek nur an den Geruch verstaubter Bücher denkt, liegt gänzlich falsch – zumindest, wenn es um die Kölner Zentralbiliothek geht. Sie wurde für ihre Arbeit im vergangenen Jahr als beste Bibliothek Deutschland ausgezeichnet und kann stolz sein auf Die Bibliothek ist stolz auf die wachsende Zahl junger Nutzer. Wieviel Innovationsfreude in dem großen Siebzigerjahre-Bau am Neumarkt steckt, konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der KJV-Führung am 2. Februar anschauen.

Direktorin Hannelore Vogt führte Gruppe durch die Bibliothek und erläuterte, wie das Haus neue Entwicklungen früh aufgreift und sie für die Besucher nutzbar macht. So schafften die Kölner als erste öffentliche Bibliothek in Deutschland einen 3D-Drucker an. Wer seine Lizenz zum 3D-Druck erworben hat, kann hier kleine Objekte ausdrucken – wahlweise Spielerisches wie einen Dom oder ein kleines Segelschiff oder Nützliches wie den Ersatz für eine zerbrochene Rucksackschließe.  

Einfach ausgedruckt: Schiff und Dom in Spiezeuggröße. Foto: Corinna Blümel
Einfach ausgedruckt: Schiff und Dom in Spiezeuggröße. Foto: Corinna Blümel
Mal ausprobieren, wie die Welt durch die 3D-Brille Oculus rift aussieht. Foto: Corinna Blümel
Mal ausprobieren, wie die Welt durch die 3D-Brille Oculus rift aussieht. Foto: Corinna Blümel
Intuitiv recherchieren: Der Quellentaucher verbindet die digitale und die analoge Welt.  Foto: Corinna Blümel
Intuitiv recherchieren: Der Quellentaucher verbindet die digitale und die analoge Welt. Foto: Corinna Blümel

Richtig ist man hier auch, wenn man andere Dinge ausprobieren möchte: die 3D-Brille Oculus Rift etwa, die den Spieler in eine andere Welt versetzt. Oder den Quellentaucher – ein Projekt in Kooperation mit dem Kölner Stadt-Anzeiger und der Universität Konstanz. Auf einem Touchscreen an der Wand sind tagesaktuelle News umgeben von Verweisen auf Hintergrundmaterial: von Wikipedia-Einträgen über Twitter und Webseiten. Verknüpft wird das zudem mit dem Wissen, das in Büchern gesammelt ist: Ein virtuelles Regal zeigt, welche Fachliteratur die Bibliothek zu diesem Thema vorrägtig hat und verrät direkt den Standort im Haus.

An einem zweiten Modul des Quellentauchers, dem Tiefenrauch, demonstrierten  Vogt und ihre Mitarbeiter  die Zukunft der Recherche jenseit der Computertastatur: ein großer Touchscreen-Tisch, auf dem der Nutzer mit kleinen Objekten intuitiv Suchbegriffe „besetzt“.  

Selbst aktiv werden können Besucherinnen und Besucher zum Beispiel auch im Raum namens Makerspace: Vollgestopft mit Technik und Musikinstrumenten soll er zum Selbermachen einladen. Workshops eröffnen diese Welt für Menschen aller Altersgruppen. 

Nach einer guten Stunde hatten die KJVler eine genauere Vorstellung davon, was es alles im Haus zu entdecken und auszuprobieren gibt. Der eine oder die andere kommt bestimmt wieder. Dann sollte man aber reichlich Zeit einplanen.|| Corinna Blümel

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