Den Rhein unterqueren

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Blick in den Fernwärmtunnel der Rheinenergie. Foto: Corinna Blümel

Eine kleine Auszeit unter dem Rhein nahmen rund 20 Kolleginnen und Kollegen der KJV im Februar. Zusammen mit einem Fachmann ging es den Fernwärmetunnel der Rheinenergie. Mit dabei auch Christoph Preuß, Pressesprecher des Energieversorgers . Einstieg war auf der Deutzer Seite in einem unscheinbaren Lüftungsschacht etwas nördlich der Hohenzollernbrücke, Ausstieg auf der anderen Rheinseite direkt beim Musical-Dome. Dazwischen lagen viele Stufen und rund 460 Meter Tunnelstrecke, die vier bis sechs Meter tief unter der Rheinsohle verlaufen.

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Rein geht es auf der Deutzer Seite. Foto: Corinna Blümel
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Rund hundert Stufen unter der Oberfläche gab es eine Einfühurng. Foto: Corinna Blümel
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Auf halber Strecke legte die Gruppe eine kleine Pause ein. Foto: Corinna Blümel

Wie funktioniert das mit der Fernwärme eigentlich, die aus der Kraft-Wärme-Kopplung entsteht? Wie ist der Tunnel entstanden? Und was hat es mit den Kunstaktionen und einem übriggebliebenen Bild auf sich? Das erfuhren die KJV zu Beginn der Führung.

Der Fernwärmetunnel wurde zwischen 1983 und 1985 im Bohrschildvortrieb-Verfahren gebaut, bei dem sich ein Bohrer sich durch den Untergrund fräst. 15.000 Kubikmeter Erde wurden dabei an die Erdoberfläche gebracht – das entspricht etwa 2.500 Lkw-Landungen. Hinter dem bohrkopf wrude die Röhre nach und nach mit 140 Betonelementen von je rund drei Metern Länge und drei Metern Durchmesser ausgekleidet.

Viel Platz dafür, dass letztlich ein paar Metallrohre und Kabelkanäle den Rhein unterqueren. Viel Platz, damit Menschen auf einem breiten Metallrost unter dem Wasser und den Schiffen durchlaufen können – und dabei vielleicht auch Schiffsmotoren hören können. 

 

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