Das gefährliche Bild von den Gräben

Ist die Gesellschaft tatsächlich so gespalten wie ­behauptet? Welchen Anteil haben die Medien daran, das Bild von den Gräben zu transportieren? Und was macht das mit der Gesellschaft? Diesen Fragen ist die Kölner Journalisten-Vereinigung (KJV) Ende Februar bei einer sonntäglichen Matinee im Literaturhaus zusammen mit rund 70 Besucherinnen und Besuchern nachgegangen.

Blick über einen Zuschauerraum hinweg zum Podium mit drei Personen - zwei Männern rechts und links und einer Frau in der Mitte. Hinter dem Podium ist auf einer Leinwand eine weitere Frau zu sehen, die der Podiumsdiskiussion zugeschlatet ist.
Podiumsdiskussion zur Spaltung der Gesellschaft, 22.02.2026.
Literaturhaus Köln. Foto: Jan Knoff


Moderator Melvin Schwer­tel konnte auf dem Podium zwei Gäste begrüßen: Annika Schneider, die als Redakteurin bei Übermedien kritisch auf journalistische Arbeit schaut. Und German Neubaum, Juniorprofessor für Psychologie an der Uni Duisburg-Essen, der sich mit Meinungsbildung und gesellschaftlicher Teilhabe durch soziale Medien beschäftigt. Aus Berlin zugeschaltet war Gilda Sahebi, Journalistin und Autorin des Buchs „Verbinden statt spalten. Eine Antwort auf die Politik der Polarisierung“.

„Wir ordnen die Welt durch Erzählungen“, erklärte Sahebi. Dazu zähle auch Gruppendenken. Gefährlich werde es, wenn dies politisch instrumentalisiert würde. Spaltungserzählungen dienten schon immer der Macht, stellten „Das gefährliche Bild von den Gräben“ weiterlesen