Von Mode, Mut und Müll

Über Mode vor allem im beruflichen Alltag diskutierten unter Moderation von Christel Wickerath (r.) die Expertinnen  (v.l.) Bloggerin Ninia LaGrande, Modedesignerin Heidi Beck und Stilberaterin Astrid Windfuhr. Foto: Bernd Arnold
Über Mode vor allem im beruflichen Alltag diskutierten unter Moderation von Christel Wickerath (r.) die Expertinnen (v.l.) Bloggerin Ninia LaGrande, Modedesignerin Heidi Beck und Stilberaterin Astrid Windfuhr. Foto: Bernd Arnold

 

Wieviel Statement steckt in dem, was wir tragen? Ist Mode ein ästhetisches Vergnügen oder mehr? Und was sagt sie über das Selbstverständnis der Trägerin (oder auch des Trägers) aus? Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine Podiumsdiskussion unter dem Motto „Frauen.Macht.Mode“ Mitte Januar in Köln. Zum vierten Mal hatte die Kölner Journalisten-Vereinigung (KJV) zusammen mit den Regionalgruppen anderer Verbände einen Neujahrsempfang ausgerichtet. Die Idee dahinter: den Mitgliedern die Vernetzung über die Grenzen des jeweiligen Verbands hinaus zu ermöglichen. Dazu diente der Aperitif zum Auftakt der Veranstaltung genauso wie das anschließende Büffet.

Welcher Dresscode vor allem im beruflichen Leben gilt und wie stark man ihn brechen kann und sollte, hängt von der Branche und dem einzelnen Anlass ab, aber auch von der persönlichen Einstellung. Das zeigte die Diskussion unter Moderation
der Fachjournalistin Christel Wickerath. Ihre Gesprächspartnerinnen waren die Bloggerin „Von Mode, Mut und Müll“ weiterlesen

Ralf Johnen

Freier Journalist und Buchautor (Merian, Marco Polo und ADAC). Themenschwerpunkte: Kultur, Gesellschaft, Gastronomie und Reise. Als Blogger Erfinder des Genres „Abenteuer light“.

Daniel Held

freier Journalist, Online-Redakteur und Lektor, Fokusthema: gesellschaftlicher Wandel unter psychologischen, gesundheitlichen, sportlichen und ökologischen Aspekten

Die fröhliche Weihnachtsrunde

Alle Jahre wieder… Am 13. Dezember trafen sich rund 30 Kolleginnen und Kollegen zum Weihnachtsstammtisch im Maybach. In zwangloser Runde plauderten sie über das, was sie und die Medienwelt im ablaufenden Jahr bewegt hat. Vertreten waren wieder Kolleginnen und Kollegen aus allen Medienbereichen und Altersgruppen.

Neben dem jährlichen Sommerstammtisch ist das Treffen vor Weihnachten ein fixer Termin, der ausschließlich dem Netzwerken dient. Bei den meisten anderen Veranstaltungen, zu denen die KJV im Laufe des Jahres einlädt, gibt es die ein oder andere Form der Wissensvermittlung oben drauf.  

KJV-Talk mit Baha Güngör

Güngör_Überall klein
Türkei-Experte Baha Güngör im Gespräch mit dem DJV-Vorsitzenden Frank Überall. Foto: Corinna Blümel

Seit dem Putschversuch im Sommer sind die Medien voll mit schlechten Nachrichten aus der Türkei. Wie geht es da kritischen Journalistinnen und Journalisten? Das war Thema einer Veranstaltung der Kölner Journalisten-Vereinigung (KJV) mit dem Journalisten und Autor Baha Güngör. Als Experte in Sachen Türkei ist der 66-Jährige seit dem Putschversuch im Sommer besonders gefragt – etwa bei Phoenix, n-tv, ZDF und ARD. Im Klüngelpütz Theater sprach er mit dem DJV-Vorsitzenden Frank Überall, der die Reihe KJV-Talk in seiner Zeit als stellvertretender KJV-Vorsitzender gestartet hatte.

Der gebürtige Istanbuler Güngör kam 1961 als Kind nach Aachen, wo sein Vater als Zahnarzt arbeitete. Keine klassische Gastarbeiterfamilie, entsprechend wenig ähneln seine Kindheitserinnerungen gängigen Klischees. Untypisch für die damalige Zeit auch die Berufswahl: Güngör machte ein Volontariat bei der Kölnischen Rundschau – wohl als erster türkischstämmiger Journalist, der diese Ausbildung in Deutschland durchlief. Nach Jahren bei verschiedenen Printmedien und bei dpa leitete Güngör zuletzt die Türkei-Redaktion der Deutschen Welle. 

Güngör, selbst seit 40 Jahren DJV-Mitglied, lobte das Engagement des DJV für die Türkei und Frank Überalls besonderen Einsatz: Die Aufmerksamkeit helfe den Kolleginnen und Kollegen dort. Rund 130 von ihnen saßen Anfang November in Haft, etwa 10.000 hätten ihren Job verloren, berichtete Güngör, der deutliche Distanz zu Staatspräsident ­Recep Tayyip Erdogan erkennen ließ, aber auch zu Gegenspieler Fethullah Gülen. Mit Vermutungen zum Putschversuch hielt er sich zurück, setzte aber Fragezeichen hinter das ganze Geschehen: „Ich habe das erste Mal ­einen Putsch per Liveübertragung gesehen“.

Wenig Gutes erwartet Güngör für die Zukunft des Landes am Bosporus: Kaum absehbar, wie dem türkischen Präsidenten die Macht mit demokratischen Mitteln wieder zu nehmen sei, die Jugend bewaffne sich. Nicht mal ein Bürgerkreig sei auszuschließen. Wichtig sei jetzt, dass die deutsche und europäische Politik deutlicher gegenüber dem NATO-Mitglied werde und dass es für verfolgte Journalistinnen und Journalisten rasche Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen gebe.  

Trotz dieser Botschaften geriet der Abend für die KJV-ler nicht zu schwer, sondern auch unterhaltsam. Mit seinem durchaus rheinischen Gemüt brachte Güngör die rund 50 Zuhörerinnen und Zuhörer mit Anekdoten und launigen Bemerkungen zum Lachen.  Ein ausführlicherer Bericht von Angelika Staub erscheint im JOURNAL 6/16 des DJV-NRW.||

Mehr finden als Google

Stadtbibliothek Köln
Einen spannenden Recherche-Workshop gab es in der Stadtbibliothek Köln. Foto: Corinna Blümel

In Deutschland hat die Suchmaschine von Google seit Jahren einen Marktanteil von mehr als 90 Prozent. Mal ganz ehrlich: Nutzen Sie noch andere Suchmöglichkeiten? Nein? Das kann sich aber lohnen. Bei einem Rechercheworkshop in der Kölner Zentralbibliothek bekamen elf Mitglieder der Kölner Journalisten-Vereinigung Einblick in Datenbanken, die Google nicht durchsuchen kann.

Dazu gehört beispielsweise Statista, eine Plattform mit Zahlen, ­Daten, Fakten. Das Problem ist nur: Wer über Google auf diese Seite stößt, kann in der Regel nur einen Textauszug lesen. Die wirklich interessanten Informationen „Mehr finden als Google“ weiterlesen

Eine gute Gemeinschaft

Warum bist Du Mitglied im DJV? Das fragten Angelika Staub und Timo Stoppacher mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim DJV Barcamp #‎djvcamp16‬  Ende Juni und bekamen spannende Gründe genannt. Zum Beispiel: Netzwerken, Kontakte knüpfen, Interessenvertretung für Freie und Feste. Oder: Im Berufsverband bzw. der Gewerkschaft zu sein gehört einfach dazu. Und: Man schätzt den Austausch unter Kolleginnen und Kollegen, die Möglichkeit zum Mitmischen, die Weiterbildungsangebote, die Lobbyarbeit für Journalisteninteressen und die Solidarität.

Hier sind ein paar der Antworten als Kurzclips:

  „Eine gute Gemeinschaft“ weiterlesen

Sommertreff 2016 – Netzwerken im Gehen und im Sitzen

Wer immer mal was Neues ausprobiert, bleibt flexibel. Die KJV hat in diesem Jahr zwei Sommerangebote zusammengelegt, und dafür auch noch die Rheinseite gewechselt. Der traditionellen Stammtisch und der Spaziergang fielen Ende Juli auf einem Abend. Von Mülheim aus ging es in rund eineinhalb Stunden entlang des Rheins nach Deutz, wo die Tour im Brauhaus am Bahnhof endete.

Das Wetter, in diesem Sommer bekanntermaßen notorisch unzuverlässig, war uns gewogen: Bei angenehmen Temperaturen und ohne Regenschauer zog die kleine, altermäßig bunt gemischte Gruppe vom Mülheimer Rathaus aus ans Rheinufer und über die „Kastenbuckel-Brücke“ durch „Sommertreff 2016 – Netzwerken im Gehen und im Sitzen“ weiterlesen

ICE-Werk im Bau

So groß wie 23 Fußballfelder ist die Fläche in Köln-Nippes, auf der das neue ICE-Werk der Deutschen Bahn entstehen soll: drei Kilometer lang, 15 bis 300 Meter breit. Das Besondere ­daran ist, dass es in Deutschland das erste CO2-neutrale Werk sein soll. Dazu wird beispielsweise mit Geothermie gekühlt und geheizt, und Photovoltaik und Solarzellen produzieren Strom beziehungsweise warmes Wasser.

Als 14 Mitglieder der Kölner Journalisten-Vereinigung sich vor Ort über das Bauprojekt informieren, ist dort im Wesentlichen noch eine Grube. Doch einige in die Höhe ragende Pfeiler geben einen Vorgeschmack auf das, was hier einst stehen soll: eine Halle, 50 Meter breit, 400 Meter lang. Darin werden künftig ICEs „ICE-Werk im Bau“ weiterlesen

MAKK: RADIO-Zeit

MAKK 2_kl
Die besondere Rolle des Volksempfängers (links in der Vitrine) erläuterte Theda Pfingsthorn vom Museumsdienst Köln bei der Führung durch die Radioausstellung im MAKK. Foto: Corinna Blümel

Einen Ausflug in die Geschichte des Radios und vor allem des Radiogeräte-Designs unternahm eine Gruppe von KJV-Mitgliedern Mitte Mai: Es ging in die Ausstellung RADIO-Zeit im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK). Sie erinnert daran, dass vor 120 Jahren die ersten Worte an eine Empfangsstation gesendet wurden. Der Hörfunk wurde zum ersten Massenmedium – und bildet für viele KJVler auch die berufliche Grundlage. Die Stadt ist mit Radiosendern reich gesegnet: darunter WDR, Deutschlandfunk und ehemals die Deutsche Welle, Radio Köln, Domradio… 

Volksempfänger in den Dreißiger Jahren, Musikmöbel in den Fünzigern, „Schneewittchensarg“ in den Sechzigern, Spaßradios „MAKK: RADIO-Zeit“ weiterlesen