Meldungen

Verschwundenen Koffern auf der Spur: KJV am Flughafen Köln/Bonn

Die KJV-Gruppe im Bereich der Gepäckabfertigung am Flughafen Köln Bonn. Foto: Corinna Blümel

Ohrenbetäubend laut ist es an der Gepäckförder- und -sortieranlage, kurz GFSA, am Köln-Bonner Flughafen. Hier laufen hoch oben pro Stunde bis zu 6.000 Gepäckstücke in Wannen über die Förderbänder. Manchmal rutscht ein Koffer oder eine Tasche über eine Rutsche nach unten und wird dann auf einen Transportwagen gelegt. Einige Gepäckstücke haben am Flughafen mit dem Kürzel CGN ihr Ziel erreicht, andere starten von hier – neuerdings vielleicht sogar nach Miami oder Kuba. Mit elf Millionen Passagieren im Jahr 2016 liegt der Flughafen Köln Bonn auf Platz sechs in Deutschland. Geht es um die Fracht, die täglich ab dem späten Abend in großen Maschinen ankommt, liegt er sogar auf Platz drei in der Bundesrepublik. (mehr …)

Zu Besuch bei der KVB

Leitstelle der KVB

Blick in die Leitstelle der KVB. Foto Corinna Blümel

Eine Großstadt wie Köln steht und fällt mit einem funktionierenden Personennahverkehr. Rund 800 000 Menschen – neben den Einheimischen auch Pendler sowie Touristen und andere Besucher – nutzen täglich die Dienste der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB). Deren dichtes Netz besteht aus mehr als 350 Straßenbahnen und 300 Bussen und wird in der KVB-Leitstelle auf dem Betriebshof West in Köln-Braunsfeld überwacht.

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Artikel 5 gilt!

Das Verhältnis der Alternative für Deutschland (AfD) zu Journalistinnen und Journalisten ist gespannt. Und umgekehrt. Als bekannt wurde, dass die AfD am 22./23. April 2017 ihren Bundesparteitag in Köln abhalten wollte, entwickelte der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall zusammen mit „seinem“ Ortsverein, der Kölner Journalisten-Vereinigung (KJV), die Idee, eine Anlaufsstelle für Journalistinnen und Journalisten einzurichten, die nicht zugelassen werden oder aus dem Saal rausfliegen. Das Motto: „Artikel 5 gilt!“ bzw. #Art5gilt. (mehr …)

Vorstand neu gewählt

Auf ihrer gut besuchten Mitgliederversammlung am 7. März 2017 hat die Kölner Journalisten-Vereinigung einen neuen Vorstand gewählt. Und der ist weitgehend identisch mit dem alten, lediglich ein Beisitzer wurde durch einen neuen ersetzt.

Die Versammlung bestätigte die freie Journalistin Corinna Blümel Vorsitzende im Amt. Ihre Stellvertreterin ist weiterhin Angelika Staub, ebenfalls freie Journalistin. Um die Finanzen kümmert sich Herwig Knips, ehemaliger WDR-Redakteur und Rentner.

Wiedergewählt wurden die Beisitzerinnen und Beisitzer Bettina Blaß (freie Journalistin), Christel Boßbach (Redakteurin Deutschlandfunk), Stefan Dege (Redakteur Deutsche Welle), Christian Esser (Student und freier Journalist), Patrik von Glasow (Head of PR and Social Media, antibodies-online), Bert Grickschat (Redakteur infoNetwork) und
Anja Schimanke (freie Journalistin). Für Jürgen Diethold, der aus Altersgründen nicht mehr antrat, wurde Sebastian Gerber (Pressereferent KVB) gewählt.

für den zweiten Teil des Abends hatte die KJV wie immer ein aktuelles Themenaangebot organisiert: Zu Gast war Polizeipräsident Jürgen Mathies, der mit Frank Überall, DJV-Bundesvorsitzender und Mitglied der Kölner Journalisten-Vereinigung (KJV), über das Zusammenspiel von Polizei und Presse und die Polizeiarbeit in Köln sprach. Ein Bericht über dieses Gespärch erscheint im JOURNAL des DJV-NRW.

Für die Meinungsfreiheit: unsere Ode an die Freude

Was verbindet Bibliotheken und Journalistinnen und Journalisten? Die Liebe zum Wort, zum vertieften Wissen, zum sachlichen Wettstreit mit Argumenten. Und natürlich der Glaube an Presse- und Meinungsfreiheit, an die anderen Grundrechte, an die Toleranz und das gesellschaftliche Miteinander.

Und warum singt die Kölner Journalisten-Vereinigung (KJV – der DJV in Köln) ein bisschen schräg für die Stadtbibliothek Köln? Das begann mit einem kleinen Tweet der @stbibkoeln im August 2016:

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Von Mode, Mut und Müll

Über Mode vor allem im beruflichen Alltag diskutierten unter Moderation von Christel Wickerath (r.) die Expertinnen  (v.l.) Bloggerin Ninia LaGrande, Modedesignerin Heidi Beck und Stilberaterin Astrid Windfuhr. Foto: Bernd Arnold

Über Mode vor allem im beruflichen Alltag diskutierten unter Moderation von Christel Wickerath (r.) die Expertinnen (v.l.) Bloggerin Ninia LaGrande, Modedesignerin Heidi Beck und Stilberaterin Astrid Windfuhr. Foto: Bernd Arnold

 

Wieviel Statement steckt in dem, was wir tragen? Ist Mode ein ästhetisches Vergnügen oder mehr? Und was sagt sie über das Selbstverständnis der Trägerin (oder auch des Trägers) aus? Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine Podiumsdiskussion unter dem Motto „Frauen.Macht.Mode“ Mitte Januar in Köln. Zum vierten Mal hatte die Kölner Journalisten-Vereinigung (KJV) zusammen mit den Regionalgruppen anderer Verbände einen Neujahrsempfang ausgerichtet. Die Idee dahinter: den Mitgliedern die Vernetzung über die Grenzen des jeweiligen Verbands hinaus zu ermöglichen. Dazu diente der Aperitif zum Auftakt der Veranstaltung genauso wie das anschließende Büffet.

Welcher Dresscode vor allem im beruflichen Leben gilt und wie stark man ihn brechen kann und sollte, hängt von der Branche und dem einzelnen Anlass ab, aber auch von der persönlichen Einstellung. Das zeigte die Diskussion unter Moderation
der Fachjournalistin Christel Wickerath. Ihre Gesprächspartnerinnen waren die Bloggerin (mehr …)

Die fröhliche Weihnachtsrunde

Alle Jahre wieder… Am 13. Dezember trafen sich rund 30 Kolleginnen und Kollegen zum Weihnachtsstammtisch im Maybach. In zwangloser Runde plauderten sie über das, was sie und die Medienwelt im ablaufenden Jahr bewegt hat. Vertreten waren wieder Kolleginnen und Kollegen aus allen Medienbereichen und Altersgruppen.

Neben dem jährlichen Sommerstammtisch ist das Treffen vor Weihnachten ein fixer Termin, der ausschließlich dem Netzwerken dient. Bei den meisten anderen Veranstaltungen, zu denen die KJV im Laufe des Jahres einlädt, gibt es die ein oder andere Form der Wissensvermittlung oben drauf.  

KJV-Talk mit Baha Güngör

Güngör_Überall klein

Türkei-Experte Baha Güngör im Gespräch mit dem DJV-Vorsitzenden Frank Überall. Foto: Corinna Blümel

Seit dem Putschversuch im Sommer sind die Medien voll mit schlechten Nachrichten aus der Türkei. Wie geht es da kritischen Journalistinnen und Journalisten? Das war Thema einer Veranstaltung der Kölner Journalisten-Vereinigung (KJV) mit dem Journalisten und Autor Baha Güngör. Als Experte in Sachen Türkei ist der 66-Jährige seit dem Putschversuch im Sommer besonders gefragt – etwa bei Phoenix, n-tv, ZDF und ARD. Im Klüngelpütz Theater sprach er mit dem DJV-Vorsitzenden Frank Überall, der die Reihe KJV-Talk in seiner Zeit als stellvertretender KJV-Vorsitzender gestartet hatte.

Der gebürtige Istanbuler Güngör kam 1961 als Kind nach Aachen, wo sein Vater als Zahnarzt arbeitete. Keine klassische Gastarbeiterfamilie, entsprechend wenig ähneln seine Kindheitserinnerungen gängigen Klischees. Untypisch für die damalige Zeit auch die Berufswahl: Güngör machte ein Volontariat bei der Kölnischen Rundschau – wohl als erster türkischstämmiger Journalist, der diese Ausbildung in Deutschland durchlief. Nach Jahren bei verschiedenen Printmedien und bei dpa leitete Güngör zuletzt die Türkei-Redaktion der Deutschen Welle. 

Güngör, selbst seit 40 Jahren DJV-Mitglied, lobte das Engagement des DJV für die Türkei und Frank Überalls besonderen Einsatz: Die Aufmerksamkeit helfe den Kolleginnen und Kollegen dort. Rund 130 von ihnen saßen Anfang November in Haft, etwa 10.000 hätten ihren Job verloren, berichtete Güngör, der deutliche Distanz zu Staatspräsident ­Recep Tayyip Erdogan erkennen ließ, aber auch zu Gegenspieler Fethullah Gülen. Mit Vermutungen zum Putschversuch hielt er sich zurück, setzte aber Fragezeichen hinter das ganze Geschehen: „Ich habe das erste Mal ­einen Putsch per Liveübertragung gesehen“.

Wenig Gutes erwartet Güngör für die Zukunft des Landes am Bosporus: Kaum absehbar, wie dem türkischen Präsidenten die Macht mit demokratischen Mitteln wieder zu nehmen sei, die Jugend bewaffne sich. Nicht mal ein Bürgerkreig sei auszuschließen. Wichtig sei jetzt, dass die deutsche und europäische Politik deutlicher gegenüber dem NATO-Mitglied werde und dass es für verfolgte Journalistinnen und Journalisten rasche Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen gebe.  

Trotz dieser Botschaften geriet der Abend für die KJV-ler nicht zu schwer, sondern auch unterhaltsam. Mit seinem durchaus rheinischen Gemüt brachte Güngör die rund 50 Zuhörerinnen und Zuhörer mit Anekdoten und launigen Bemerkungen zum Lachen.  Ein ausführlicherer Bericht von Angelika Staub erscheint im JOURNAL 6/16 des DJV-NRW.||

Mehr finden als Google

Stadtbibliothek Köln

Einen spannenden Recherche-Workshop gab es in der Stadtbibliothek Köln. Foto: Corinna Blümel

In Deutschland hat die Suchmaschine von Google seit Jahren einen Marktanteil von mehr als 90 Prozent. Mal ganz ehrlich: Nutzen Sie noch andere Suchmöglichkeiten? Nein? Das kann sich aber lohnen. Bei einem Rechercheworkshop in der Kölner Zentralbibliothek bekamen elf Mitglieder der Kölner Journalisten-Vereinigung Einblick in Datenbanken, die Google nicht durchsuchen kann.

Dazu gehört beispielsweise Statista, eine Plattform mit Zahlen, ­Daten, Fakten. Das Problem ist nur: Wer über Google auf diese Seite stößt, kann in der Regel nur einen Textauszug lesen. Die wirklich interessanten Informationen (mehr …)

Eine gute Gemeinschaft

Warum bist Du Mitglied im DJV? Das fragten Angelika Staub und Timo Stoppacher mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim DJV Barcamp #‎djvcamp16‬  Ende Juni und bekamen spannende Gründe genannt. Zum Beispiel: Netzwerken, Kontakte knüpfen, Interessenvertretung für Freie und Feste. Oder: Im Berufsverband bzw. der Gewerkschaft zu sein gehört einfach dazu. Und: Man schätzt den Austausch unter Kolleginnen und Kollegen, die Möglichkeit zum Mitmischen, die Weiterbildungsangebote, die Lobbyarbeit für Journalisteninteressen und die Solidarität.

Hier sind ein paar der Antworten als Kurzclips:

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