Meldungen

Sommertreff 2016 – Netzwerken im Gehen und im Sitzen

Wer immer mal was Neues ausprobiert, bleibt flexibel. Die KJV hat in diesem Jahr zwei Sommerangebote zusammengelegt, und dafür auch noch die Rheinseite gewechselt. Der traditionellen Stammtisch und der Spaziergang fielen Ende Juli auf einem Abend. Von Mülheim aus ging es in rund eineinhalb Stunden entlang des Rheins nach Deutz, wo die Tour im Brauhaus am Bahnhof endete.

Das Wetter, in diesem Sommer bekanntermaßen notorisch unzuverlässig, war uns gewogen: Bei angenehmen Temperaturen und ohne Regenschauer zog die kleine, altermäßig bunt gemischte Gruppe vom Mülheimer Rathaus aus ans Rheinufer und über die „Kastenbuckel-Brücke“ durch (mehr …)

ICE-Werk im Bau

So groß wie 23 Fußballfelder ist die Fläche in Köln-Nippes, auf der das neue ICE-Werk der Deutschen Bahn entstehen soll: drei Kilometer lang, 15 bis 300 Meter breit. Das Besondere ­daran ist, dass es in Deutschland das erste CO2-neutrale Werk sein soll. Dazu wird beispielsweise mit Geothermie gekühlt und geheizt, und Photovoltaik und Solarzellen produzieren Strom beziehungsweise warmes Wasser.

Als 14 Mitglieder der Kölner Journalisten-Vereinigung sich vor Ort über das Bauprojekt informieren, ist dort im Wesentlichen noch eine Grube. Doch einige in die Höhe ragende Pfeiler geben einen Vorgeschmack auf das, was hier einst stehen soll: eine Halle, 50 Meter breit, 400 Meter lang. Darin werden künftig ICEs (mehr …)

MAKK: RADIO-Zeit

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Die besondere Rolle des Volksempfängers (links in der Vitrine) erläuterte Theda Pfingsthorn vom Museumsdienst Köln bei der Führung durch die Radioausstellung im MAKK. Foto: Corinna Blümel

Einen Ausflug in die Geschichte des Radios und vor allem des Radiogeräte-Designs unternahm eine Gruppe von KJV-Mitgliedern Mitte Mai: Es ging in die Ausstellung RADIO-Zeit im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK). Sie erinnert daran, dass vor 120 Jahren die ersten Worte an eine Empfangsstation gesendet wurden. Der Hörfunk wurde zum ersten Massenmedium – und bildet für viele KJVler auch die berufliche Grundlage. Die Stadt ist mit Radiosendern reich gesegnet: darunter WDR, Deutschlandfunk und ehemals die Deutsche Welle, Radio Köln, Domradio… 

Volksempfänger in den Dreißiger Jahren, Musikmöbel in den Fünzigern, „Schneewittchensarg“ in den Sechzigern, Spaßradios (mehr …)

Hubertus Koch – ein eigener Weg in den Beruf

Filmemacher Hubertis Koch im Gespärch mit KJV-Beispitzrin Christel Boßbach. Foto: Corinna Blümel

Filmemacher Hubertis Koch im Gespärch mit KJV-Beispitzrin Christel Boßbach. Foto: Corinna Blümel

Mit diesem Gast hatte die Kölner Journalisten-Vereinigung (KJV) wieder ein gutes Händchen: Im Anschluss an die diesjährige Mitgliederversammlung war Hubertus Koch eingeladen. Der junge Filmemacher war wenige ­Wochen zuvor mit dem Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises 2016 ausgezeichnet worden. Als der Vorstand die Einladung an ihn ausgesprochen hatte, war das noch nicht absehbar. Ausschlaggebend war die Neugier auf einen jungen Kollegen, der mit einem eigenfinanzierten und -produzierten Film Furore gemacht hat. (mehr …)

Den Rhein unterqueren

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Blick in den Fernwärmtunnel der Rheinenergie. Foto: Corinna Blümel

Eine kleine Auszeit unter dem Rhein nahmen rund 20 Kolleginnen und Kollegen der KJV im Februar. Zusammen mit einem Fachmann ging es den Fernwärmetunnel der Rheinenergie. Mit dabei auch Christoph Preuß, Pressesprecher des Energieversorgers . Einstieg war auf der Deutzer Seite in einem unscheinbaren Lüftungsschacht etwas nördlich der Hohenzollernbrücke, Ausstieg auf der anderen Rheinseite direkt beim Musical-Dome. Dazwischen lagen viele Stufen und rund 460 Meter Tunnelstrecke, die vier bis sechs Meter tief unter der Rheinsohle verlaufen. (mehr …)

Dreidimensional und in die Tiefe

Willkommen in der Stadtbibliothek: Direktorin xxx Vogt begrüßt die KJV-Gruppe. Foto: Corinna Blümel

Willkommen in der Stadtbibliothek: Direktorin Hannelore Vogt begrüßt die KJV-Gruppe. Foto: Corinna Blümel

Wer beim Stichwort Bibliothek nur an den Geruch verstaubter Bücher denkt, liegt gänzlich falsch – zumindest, wenn es um die Kölner Zentralbiliothek geht. Sie wurde für ihre Arbeit im vergangenen Jahr als beste Bibliothek Deutschland ausgezeichnet und kann stolz sein auf Die Bibliothek ist stolz auf die wachsende Zahl junger Nutzer. Wieviel Innovationsfreude in dem großen Siebzigerjahre-Bau am Neumarkt steckt, konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der KJV-Führung am 2. Februar anschauen.

Direktorin Hannelore Vogt führte Gruppe durch die Bibliothek und erläuterte, wie das (mehr …)

Mut zur Sichtbarkeit

Podiumsdiskussion einfach mal komplett weiblich besetzt: kompetent, spannend, sehr unterhaltsam.

Podiumsdiskussion einfach mal komplett weiblich
besetzt: kompetent, spannend, sehr unterhaltsam. Foto: Corinna Blümel

Massive Anfeindungen im Chat, „ehe ich den Mund überhaupt aufgemacht habe“: Melek Balgün muss einiges wegstecken, seit sie für den Webchannel ESL-tv Gaming-Veranstaltungen moderiert – also als Frau in der männerdominierten Welt der Onlinespiele eine exponierte Rolle hat. Da empfiehlt der Techniker schon mal, die Postings lieber nicht zu lesen, ehe sie auf die Bühne steigt.

Braucht sie Mut für ihren Job? Balgün findet nicht. Bei ihr klingen die Chat-Attacken wie ein Ritual, das sie an sich abperlen lässt. Im persönlichen Gespräch seien die Gamer handzahm und wollten ein Selfie mit ihr. Die 27-Jährige hat beste „Credibility“: Bevor sie (mehr …)

Emons: Verlagsluft schnuppern

Wie viele Journalistinnen und Journalisten wohl davon träumen, auch Buchautoren zu werden? Sei es für Belletristik oder Sachbuch – da dürfte manches Konzept und manches fertige Manuskript in den Rechnern schlummern. Kein Wunder also, dass dieser Termin der Kölner Journalisten-Vereinigung (KJV) ganz schnell ausgebucht war: Am 26. November öffnete der Emons-Verlag seine Türen für genau 15 Besucherinnen und Besucher. Mehr Gäste passten leider nicht in den Besprechungsraum. Die nutzten ihre Chance und löcherten die Gastgeber mit Fragen rund ums Buchgeschäft. Neben Pressesprecherin Dr. Britta Schmitz und ihrem Kollegen Dominic Hettgen stand auch Lektorin Dr. Christel Steinmetz Rede und Antwort.

Der Verlag hat sich ursprünglich einen Namen mit Regionalkrimis gemacht, hat seine publizistischen Tätigkeiten aber längst ausgeweitet. So entwickelte sich aus dem Überraschungserfolg „111 Orte, die man in Köln gesehen haben muss“ eine ganze Buchreihe, und auch Sachbücher gehören längst zum Programm.

Ein ausführlicher Beitrag von Angelika Staub findet sich im JOURNAL 6/15.

50 Jahre und ganz schön marode

Im Hohlkörder der Brücke. Foto: Corinna Blümel

Im Hohlkörper der Brücke. Foto: Corinna Blümel

Im November konnte eine kleine Gruppe von KJV-Mitgliedern einen Ort besichtigen, von dem man viel hört, den man aber sonst nicht betreten kann – die Rheinbrücke Leverkusen. Dabei ging es ausnahmsweise mal nicht im Auto oben drüber, sondern zu Fuß in den Brückenkörper. Das Bauwerk ist 50 Jahre alt und durch den Verkehr der Jahrzehnte ziemlich altersschwach. Seit einiger Zeit ist sie für Lkw gesperrt, und auch Pkw drüfen nur noch mit gedrosselter Geschwindigkeit darüber fahren. Eine Folge: Jeden Tag kilometerlange Staus auf der A1. Der dringend notwendige Neubau wird gerade geplant. (mehr …)

Vertrauensarbeit – Besichtigung der Rheinland Raffinerie

Köln liegt inmitten einer der führenden Chemieregionen Europas. Das ist vielen Einwohnern kaum bewusst. Es sei denn, sie wohnen ganz im Süden, wo sich die Industrie immer mal wieder unangenehm bemerkbar macht. Hier bildet die Rheinland Raffinerie der Shell Deutschland Oil GmbH einen Teil des dichten „Chemiegürtels“ um die viertgrößte Stadt Deutschlands. Mit ihren beiden Werken in Köln-Godorf und dem benachbarten Wesseling belegt die Rheinland Raffinerie mehr als vier Quadratkilometer Fläche. Eine Fusion vereinigte 2002 die Raffinerie der früheren Mineralölgesellschaft RWE DEA in Wesseling und die Shell Raffinerie in Köln-Godorf zur größten Raffinerie Deutschlands. Aus Rohöl werden hier Kraftstoffe, Heizöl und verschiedene Grundstoffe für die chemische Industrie hergestellt.

Werk Nord der Shell Rheinland Raffinerie. Foto Corinna Blümel

Werk Nord der Shell Rheinland Raffinerie, im Werk durfte nicht fotografiert werden. Foto: Corinna Blümel

„Die Shell“, wie das Unternehmen umgangssprachlich genannt wird, geriet in den vergangenen Jahren wiederholt in die Schlagzeilen – mit großen Störfällen wie dem unterirdischen Kerosinsee, der aus einer undichten Leitung gesickert war, der Explosion eines Toluoltanks oder dem tödlichen Sturz eines Mitarbeiters von einem Schornstein. Hinzu kamen Unregelmäßigkeiten und Zwischenfälle, die wiederholt für schlechte Presse sorgten und vor allem an den Nerven der Anwohner zerrten. Das Vertrauen in das Unternehmen (mehr …)