3. KJV-Talk: Die Maus für Erwachsene

Was hat die „Sendung mit der Maus“ mit gutem Journalismus gemeinsam? Recherche ist das A und O, die beste Recherche findet im Gespräch statt, oft auch in ganz vielen Gesprächen. Und manchmal führt die Graben nach Informationen dazu, sich von einem Thema zu verabschieden. Das erfuhren die Besucherinnen und Besucher beim 3. KJV-Talk am 16. April im Klüngelpütz Theater.

„Maus“-Macher Christoph Biemann (l.) im Gespräch mit Prof. Dr. Frank Überall. Foto: Frauke Holzmeier

Diesmal war Christoph Biemann aus der „Sendung mit der Maus“ zu Gast auf der kleinen Theaterbühne. Im Gespräch mit dem stellvertretenden KJV-Vorsitzenden Prof. Dr. Frank Überall verriet er unter anderem, dass die „Maus“-Geschichten auf Vorrat produziert werden und dass 70 Pozent der Zuschauer Erwachsene sind. 69 Sendeminuten erstellt Biemanns Produktionsfirma jährlich für den WDR. Manche Recherche kann Jahre dauern, bis wirklich ein verständliches Erklärstück daraus wird, erzählte Biemann, und nur jede zweite ernsthafte Idee schaffe es dahin.

Gegen Ende durften auch die KJV-ler ihre Fragen stellen. Sie wollten unter anderem wissen, ob es ein pädagogisches Konzept gibt oder welche Themen die „Maus“-Macher lieber nicht anpacken. Nach rund anderthalb Stunden entließ Überall die zufriedenen Zuschauer mit dem Versprechen, im Herbst den nächsten spannenden Gast für den 4. KJV-Talk einzuladen.

Mehr zur Veranstaltung mit Christoph Biemann gibt es im JOURNAL 3/13, das im Juni erscheint.

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