Unter Tage in Köln

KJV-Gruppe vor dem Barbarastollen.
Versteckt im Keller des Uni-Hauptgebäudes liegt der Eingang zum Barbarastollen. | Foto: Corinna Blümel

Im Oktober besuchte die Kölner Journliasten-Vereinigung (KJV) den Barbarastollen – ein Kölner Kuriosum: Unter dem Hauptgebäude der Universität zu Köln liegt ein Demonstrationsbergwerk, das 1932 beim Neubau der Uni angelegt wurde, um angehende Wirtschaftswissenschaftler auf Tätigkeiten rund um den Steinkohlebergbau vorzubereiten.

Jahrzehntelang in Vergessenheit geraten, wurde der Zugang hinter einem Regal zufällig Anfang der 1980er Jahre wiederentdeckt. Der Barbarastollen, benannt nach der Schutzpatronin der Bergleute, wurde restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die KJV-Gruppe „unter Tage“ im Barbarastollen. | Foto:Corinna Blümel

Die etwa 40 m lange „Strecke“ ist mit originaler Ausrüstung, mit Werkzeugen und Maschinen der 1920er und 30er Jahre ausgestattet. Um die Wände authentisch zu gestalten, wurde Steinkohle aus dem Aachener Revier verklebt. Unter hölzernen Stützen liegt ein Schienenstrang mit Lore, im Nebengang gibt es sogar einen Schacht mit Förderkorb. Und obwohl hier natürlich keine Kohle gefördert wird, verfügt das Schaubergwerk über eine bergrechtliche Genehmigung.

Bei der Errichtung des Stollens wollte man nicht nur den damals aktuellen Stand der Bergbautechnik darstellen, sondern auch über die harten Arbeitsbedingungen informieren, unter denen Kohle abgebaut wurde. Und es ging um arbeitsmedizinische Folgen wie die Staublunge. Passenderweise ist heute das Institut für Arbeitsmedizin, Umweltmedizin und Präventionsforschung für die Betreuung des Stollens verantwortlich.||

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