KJV vor Ort: Am neuen ICE-Instandhaltungswerk in Nippes

Baustelle ICE-Instandhaltungswerk Köln-Nippes
Zum zweiten Mal besuchte die KJV die Baustelle des ICE-Instandhaltungswerks in Köln-Nippes. Foto: Corinna Blümel

Ein gutes Jahr ist es her, dass einige Mitglieder der Kölner Journalisten-Vereinigung schon einmal das neue ICE-Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn in Nippes besichtigt haben. Damals war dort noch nicht viel zu sehen: Eine riesige Baustelle, viele Bauarbeiter, Metallsäulen, die nach oben strebten. Jetzt ist das künftige Instandhaltungswerk fast fertig – und damit voll im Zeitplan: In der Halle, die 450 Meter lang und 50 Meter breit ist, werden die letzten Arbeiten ausgeführt. „Der Schwerpunkt liegt jetzt auf dem Innenausbau und den Nebengebäuden“, sagt Wilfried Brand, Diplom-Ingenieur und Gesamtprojektleiter für den Neubau seit 2011.

Zu den Nebengebäuden gehören beispielsweise eine Innen- und eine Außenreinigungsanlage. Letztere ist bisher ein langer Schlauch, in dem bald Schienen liegen sollen. Die Außenreinigung soll dann wie bei einer Waschanlage für Autos funktionieren. Nur, dass anstelle der PKW dann ein ICE von allen Seiten geschrubbt werden wird.

Arbeiten in der großen Halle

„ICEs, die auf den langen Strecken beispielsweise zwischen Köln und Berlin unterwegs sind, müssen etwa alle zwei bis drei Tage in der Werkstatt überprüft werden“, sagt Brandt. Dazu müssen sie nicht zwingend in Köln Halt machen, denn über die Republik verteilt gibt es bereits acht Instandhaltungswerke, das Werk in Nippes wird das neunte sein. Es gilt als besonders umweltfreundlich, denn es soll CO2-neutral sein. Für die Stromerzeugung wird es eine Photovoltaikanlage geben, geheizt und gekühlt wird mit Geothermie.

Baustelle ICE-Instandhaltungswerk Köln Nippes
450 Meter lang und 50 Meter breit ist die Haupthalle im ICE-Instandhaltungswerk in Köln-Nippes. Foto: Corinna Blümel

400 Mitarbeiter werden dort arbeiten, der Rekrutierungsprozess läuft derzeit. Gesucht werden beispielsweise Mechatroniker, Elektroniker und Elektroingenieure. Insgesamt sollen künftig rund 700 Menschen in Nippes arbeiten. Dazu gehören auch die nicht bei der Bahn angestellten Reinigungstrupps und Kantinenmitarbeiter.

Ende 2017, Anfang 2018 soll der Betrieb im Nippeser Instandhaltungswerk aufgenommen werden. Die KJV hat sich vorgenommen, einen dritten Blick hinter die Kulissen zu werfen, dann nämlich wenn dort der Betrieb in vollem Gang ist. Wir werden Sie wie immer über die verschiedenen Kanäle informieren./Bettina Blaß

Weitere Informationen auf der Seite der Deutschen Bahn.

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